
Teilnehmerstimmen
Heide Maria
Heide Maria
Die "Klosterzeit" ist für mich eine Zeit, in der ich mich intensiv mit Taiji beschäftige und das alltägliche Leben in den Hintergrund tritt. Ich widme mich dem Loslassen und Vertiefen der Inhalte, indem ich an Schwerpunktthemen arbeite. Diese gehen unter anderem aus Daniels Unterricht oder den Einzelstunden mit Daniel hervor.
Als Erstes richte ich die Rahmenbedingungen auf mein Schwerpunktthema aus:
- Welches Thema / welche Themen möchte ich bearbeiten? (Es ist sinnvoll, diese/s zu notieren!9
- Was möchte ich mit meiner Klosterzeit erreichen? Wie wichtig ist sie mir? Kann ich mein Vorhaben auch wirklich realisieren? Habe ich zu viele Ziele? (Es ist sinnvoll, dieses zu notieren!)
- Was benötige ich dafür? (Input, Partner, Raum, Literatur ...)
- Brauche ich eine ruhige Umgebung, in der ich mich ungestört mit einem Thema auseinandersetzen kann? / Oder möchte ich besonders viel in Partnerarbeit machen? / Möchte ich verschiedene Partner treffen?
- Sinnvoll ist es sich einen Zeitplan zu machen. Wie eng dieser gestrickt ist, hängt von der eigenen Persönlichkeit ab. Um effektiv zu arbeiten, benötigt der eine einen festen Zeitplan, ein anderer kann flexibel mit einem zeitlichen Rahmen umgehen und dennoch die Ziele verfolgen.
- Wie schaffe ich mir diese Rahmenbedingungen? Wie schaffe ich es sie einzuhalten?
Die Rahmenbedingungen sind die Voraussetzung für das Gelingen einer Klosterzeit, ein roter Faden, um mich nicht zu verlaufen. In diese Rahmenbedingungen kann ich loslassen.
Wer einen festen Rahmen braucht, der kann sich auch Hilfe in der Literatur suchen. Ein nettes Beispiel hierfür ist das Sieben-Tage-Programm in dem Buch "Das Einmaleins der Achtsamkeit". Die Anregungen die dieses Buch enthält, sind auch für Taiji von Bedeutung.
An einem festgelegten Zeitpunkt beginne ich mit meiner Arbeit. Ich habe diese Zeit als "Klosterzeit" festgelegt, also steht diese auch im Vordergrund, Alltagsgeschehen rückt in den Hintergrund. Währendmeiner Klosterzeit führe ich mir immer wieder die Themen und Ziele vor Augen, damit ich sie nicht aus dem Blickfeld verliere. Es muss nicht immer alles durchgeplant sein, aber der rote Faden darf nicht verloren gehen. Dabei hilft mir ein Tagebuch, in diesem notiere ich mir, was ich an dem Tag gemacht habe und reflektiere es hinsichtlich meiner Ziele.
Meine erste Klosterzeit habe ich in Hamburg verbracht. Dies hat mir ermöglicht, den Unterricht von Daniel zu besuchen, vielfältige Erfahrungen mit anderen Taiji-Spielern zu sammeln und Einzelstunden bei Daniel zu nehmen. Ich hatte Einiges an Input. Für mich war meine zweiwöchige Klosterzeit perfekt. Den zweiten Teil meiner Klosterzeit verbrachte ich zu Hause, um den ganzen Input, den ich in letzter Zeit bekommen habe, zu verarbeiten. In dieser Zeit habe ich meine Arbeit vertiefen können und es hat sich sehr viel bewegt. Auch diese zweiwöchige Klosterzeit war für mich perfekt.
Andrea Turianski
