
Julia Esther Bauer

Meine Taiji-Schritte sind begleitet vom Wunsch zum Aufbruch und Entdeckerfreude dafür, innere Wege zu gehen. Eingereiht zwischen Himmel und Erde, unterworfen der Schwerkraft und biomechanischen Prinzipien lassen sich im Spiel der Bewegung Augenblicke der Freiheit erleben. Was passiert in meinem Körper, wenn ich einen Schritt setzte? Wie fliesst ein Druck, den ich von Aussen bekomme, im Innern weiter?
Gelingt er, birgt der Moment des Loslassens überraschende Leichtigkeit, Heiterkeit und Freude.
Derart durchs Leben zu gehen ist für mich ein schönes Ziel.
Wie kam ich zum Taiji?
Ich habe immer wieder mit Neurodermitis zu tun gehabt. Ein chinesischer Arzt brachte einmal Ruhe in meine Zellen. Dem wollte ich nachgehen und beschloß vor etwa zehn Jahren, Taiji zu erlernen. Ich habe ein paar Lehrer* in Deutschland und China kennengelernt. Einige Jahre habe ich zwischendurch pausiert, seit drei Jahren bin ich bei Daniel.
Bisher Erfahrenes weiterzugeben ist für mich ein weiteres Abenteuer.
*Oliver Huber, Sonja Schillo& Angela Menzel, Raffaela Stein, Jiang Xue Lin, Epi van de Pol, Louis Molera, Luo Yu, ein für mich namenlos gebliebener chin. Meister aus Chengdu, u.a.
